Heuschnupfen

Wolfgang Heinrich, 7. April 2020

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Die Ganzheitsmedizin beachtet die Zusammenhänge der Beschwerden mit dem gesamten Organismus. Es ist nach weiteren Schwachpunkten im Körper zu suchen. Wie z. B. Immunsystem, Stress, Darm, Säure-Basenhaushalt etc.

Aus Sicht der Naturheilkunde gilt es nicht nur die Symptome zu reduzieren, sondern auf die Ursachen einzugehen um mit Heilpflanzen Erfolg zu haben. Die Frage ist zu klären, wodurch unser Immunsystem geschwächt wird und dadurch fehlerhaft arbeitet. Häufig liegen Probleme im Magen-Darm-Bereich, im Säure-Basen-Haushalt, im Atmungstrakt und häufig liegt auch Stress vor.

Brennessel, die wichtigste Pflanze bei Heuschnupfen und Allergie

Bei Allergie muss der Magen-Darm- Bereich mit berücksichtigt werden, der Sitz unseres Immunsystems. Der Magen hat die Aufgabe die Eiweiße zu verdauen, d. h. unschädlich zu machen. Unvollständig zersetzte Eiweiße würden sonst in den Darm gelangen und dort zu Fäulnis und Störung der Darmflora führen. Die hierfür wichtigste Pflanze ist die Brennessel. Als Tee (3 – 5 Tassen tgl.) oder Tropfen (5 x tgl. 5 Tropfen)

-> Brennessel Tropfen finden Sie hier

Eine ungewöhnliche und kostenfreie Methode funktioniert ebenfalls: Man brennt sich die Haut bei akuten Beschwerden an einer Brennessel, ungefähr die Fläche eines Handrückens. Für einige Stunden klingen dann die Beschwerden ab (Ruoff M 2019)

Immunstärkung

Unser Immunsystem ist irritiert und gibt auf die Umweltreize eine falsche Antwort. Tragant stärkt das Immunsystem und die Thymusdrüse, auch zur Vorbeugung geeignet; z. B. als Allvent intens 2 x tgl. 1 Kaps.

-> Allvent Heuschnupfen Kapseln finden Sie hier

Stress schwächt das Immunsystem und die Thymusdrüse

Es ist allgemein bekannt, das Stress das Immunsystem schwächt, deshalb darf dieser Aspekt nicht übersehen werden. Nerven stärkende Pflanzen sind Salbei und Linde.

-> Salbei: Salvia Ceres finden Sie hier

Ein pflanzliches Antihistaminikum, antiallergisch wirksam und die Thymusdrüse stärkend, ist die Süssholzwuzel, tgl. 5 – 15 gr. als Tee.

Je nach individuellem Verlauf
  • Bei brennenden, tränenden, müden Augen hilft Augentrost Euphrasia-Augentropfen, mehrmals tgl. bei Bedarf eintropfen.
  • Bei überreizten und entzündeten Schleimhäute wird die Stockrose genutzt.
    Stockrosen-Tee: 2 Teelöffel Stockrosenblüten mit 1⁄4 Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und trinkt 3 x tgl. 1 – 2 Tassen, man kann den Tee mit etwas Honig süssen.
  • Bei spastischer Bronchitis, chronischen Atemwegserkrankungen und evtl. Migräne empfiehlt sich die krampflösende Pestwurz, diese blockiert Histaminrezeptoren (Grünwald J / Jännicke C 2015)
Pestwurz Kapseln (Petadolex)
  • Bei Verschleimung im Atembereich, schleimige Bronchitis, Asthma bronchiale, Schleimhautschwellung von Nase und Nebenhöhlen, besonders linksseitig und Lymphstau im Bauch, wird der Lymphabfluss verbessert durch Grindeliakraut 3 x tgl. 10 Tropfen.
  • Bei wässrigem Naselaufen, Niesen und Tränen der Augen im Vordergrund und weniger der Juckreiz, auch Wasseransammlungen in den Beinen oder Lidschwellungen, besonders am Morgen. Dann wirkt Ackerschachtelhalm, immunmodulierend und antiallergisch. (Steinborn C et al 2018). Hier hilft oft Equisetum Tinktur, 3 x täglich 20 – 30 Tropfen
  • Bei Juckreiz, Trockenheitsgefühl und Brennen in den Augen und Atemwegen, bei Pollen- und Ozonbelastung wird das Bingelkraut als: Mercurialis-Augentropfen WALA, mehrmals tgl. bei Bedarf eingetropft.
  • Bei Heuschnupfen mit Nesselsucht: Petersilie, als Küchengewürz vermehrt einsetzen.
  • Vorbeugen: bei nicht auskurierten Nasennebenhöhlen-Entzündungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Okoubaka Tinktur, 3 x tgl. 10 Tropfen vor dem Essen.

Ernährung bei Heuschnupfen

Möglichst vegetarisch; hypoallergene Kost, Fasten, Molkenkur.

Keine eiweißhaltige Nahrung abends, morgens kein Zucker und täglich Knoblauch und Zwiebeln – mehr Fisch und Gemüse als Fleisch und Milchprodukte.

Heilende Wirkstoffe in der Ernährung:

Carotinoide können Allergiesymptome reduzieren, sie sind in Blatt- und Grünkohl, Chili, Spinat und Petersilie enthalten.
Vitamin C wirkt antiallergisch und ist in Orangen, Grapefruit, Zitronen, Brokkoli, Kürbis, Acerolapulver.

Flavonoide stärken das Immunsystem und lindern Entzündungen, in Hollunderbeeren, grünem und schwarzen Tee.

Quercetin ein Antihistaminikum ist in Zwiebeln, Möhren, grüner Tee, Äpfel, Olivenöl, Weintrauben, Kirschen, Heidelbeeren, Brombeeren, Knoblauch, Nachtkerzenöl und Sellerie Enzyme wirken antientzündlich und abschwellend in Ananas und Papaya.

Sulforaphan kann Verstopfungen der Nebenhöhlen lösen, ist in Brokkoli, Radieschen, Meerretich und Kohl enthalten. Scharfe Nahrungsmittel wie Ingwer, Cayenne, Meerretich, Senf und Chili lösen den Schleim und machen die Nase frei.

Richtig ernähren bei Allergien
Säure-Basen Haushalt

Zur Regulierung der Säureverhältnisse im Magen dient die Essig-Honig-Kur.
Zwei Monate vor dem Ausbruch des Heuschnupfens, morgens nüchtern, eine Viertelstunde vor dem Frühstück und abends vor dem Schlafen gehen, einen Teelöffel Honig und einen Esslöffel Apfelessig in einem halben Glas Wasser trinken.

Zum regulieren unseres Säure-Basen-Haushalts brauchen wir ausreichend Milchsäure, diese stärkt das Immunsystem im Darm und reduziert schädliche Fäulniskeime und Pilze im Darmtrakt, z. B. als Brottrunk dieser zeigt eine positive Wirkung auf Allergien (Scholz P 1998).

Tipps
  • Honigwaben-Kur: Einen Monat vor dem Ausbrechen des Heuschnupfens tgl. ein Briefmarkengroßes Stück Honigwabe 20 Minuten lang gekaut werden. Die Honigwabe sollte von einem regionalen Imker sein, damit man sich an die örtlichen Pollen gewöhnt.
  • Kinder erkranken um so häufiger, je weniger sie sich bewegen (GSF, Neuherberg)
  • Anregung der Ausscheidung ist wichtig, durch Bewegung, Schwitzen und eine gesunde Darmfunktion
  • die Nasenschleimhaut mit Olivenöl einreiben (Q-Tip), fängt die Pollen ab
  • Die TEM (Traditionelle Europäische Medizin) empfiehlt Eigenblut-Behandlungen.
  • Entspannungsübungen, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation, Positive Psychotherapie.
  • Als Inhalation eignet sich Minzöl; z. B. Pfefferminzöl.





1 Kommentar



  1. Ponner Cornelia sagt:

    Super Sache,sehr übersichtlich gestaltet,gut verständlich,große Bandbreite.

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