Rosenwurz

Rhodiola rosae, radix
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Hauptwirkung

Adaptogen: erhöht die Stresstoleranz und Belastbarkeit

Sinnesorgane

Anhebung des Serotoninspiegels

  • Hörfähigkeit kann gesteigert werden (nach Massinger, H)

Neurologie / Gehirn

Verbessert die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Neurotransmitter über eine Hemmung der Monoaminodase

  • stärkt die Nerven und macht einen wachen Kopf
  • nervöse Erschöpfung
  • verbessert das Langzeitgedächtnis
  • verbessert die mentale Leistung (Darbinyan, V.)
  • verbessert die 5-Hydroxytryptamin-Konzentration im Hippocampus
  • schützt die Gehirnzellen durch antioxidative Wirkung
  • inhibiert die Anhäufung von Milchsäure in Gehirngewebe und im Serum
  • bei und nach Enzephalitis (Buner)

Kardiologie

Hypoxie antagonistisch

  • kardioprotektiv
  • kardiovaskulär protektiv
  • Kreislauf anregend (Tibetische Medizin)
  • Mitochondrien schützend
  • Mitochondrien tonisierend

Innere Medizin

Blockade der Pankreaslipase durch Rosavin:

  • die Fettresorption wird reduziert (Petrov et al.); 3 x tgl. 300 mg Rhodiola vor dem Essen
  • Fettreduktion an den Depos, die Fettsäurespiegel im Blut werden erhöht, was eine Verbesserung der Ausdauerleistung erklärt (Yakolev, N)
  • die Wirkung scheint auch über die Aktivierung von L-Carnitin zu gehen (Sal´nik)

Frauenheilkunde

Störungen des Zyklus

  • Kinderwunsch: bei 11 von 25 Frauen mit sekundärer Amenorrhoe konnte eine Schwangerschaft erzielt werden; tgl. 100 bis 180 mg/Tag

Endokrinologie

Adrenerg-protektiv

  • reguliert die Ausschüttung von Stresshormonen wie z.B. Cortisol um überschießende Stressreaktionen zu vermeiden (Panossian A et al.)
  • dadurch mehr Gelassenheit in Belastungsphasen
  • steigert die Produktion von ATP (= mehr Energie)
  • die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) wird vermindert
  • bei vorzeitiger Ejakulation und Erektionsschwäche; 100 – 150 mg Rhodiola Extakt (Kodkin)
  • normalisiert die Zusammensetzung des Prostatasekretes, der 17-Ketosteroidspiegel steigt an (Cherdinzev)
  • bei Sexualschwäche

Orthopädie / Rheumatologie

Verbessert die Muskelkraft

  • Reaktionsvermögen
  • Ausdauerleistung
  • verbessert die Kondition

Immunologie / Allergologie

Hemmt die Neuraminidase

  • wirksam gegen Influenzaviren (Bu)
  • Postgrippale Schwäche
  • Rekonvaleszenz

Verringert die Werte von

  • CRP
  • Kreatinkinase


Psyche

  • Beruhigt bei Stress ohne müde zu machen
  • verbessert die Schlafqualität sowie die Schlafdauer
  • bei Störungen des zirkadianen Rhythmus (Schichtarbeit, Langstreckenflügen, Jetlag)
  • stärkend bei seelischer und körperlicher Erschöpfung
  • angstlösend
  • bei Prüfungsstress, Prüfungsangst (Hörning M)
  • bei leichten bis mittelschweren Depressionen
  • stressbedingte Müdigkeit, Erschöpfung, Burnout (Olson  E M G et al.)
  • chronische Erschöpfung
  • verbessertes Abschneiden bei neuro-motorischen Tests, verbesserte körperliche Fitness (Spassov A  A et al.)
  • Fatique (Vigl S)
  • chronische Erkrankungen mit Depression (Buhner)
  • verbessert die Konzentration, Aufmerksamkeit (Panossian A et al.)
  • schützt vor kognitiven Defiziten bei Anfälligkeit für Stress und Verwirrtheit (Darbinyan V et al.)

Dosierung / Anwendungsform

Tagesdosierung:
Morgens und mittags eine Tablette vor den Mahlzeiten
Extrakt: 200 – 600 mg
Fertigarzneimittel: z.B.: Rhodiolan plus (2 Kapseln enthalten 570 mg Rosenwurz, 6 mg Panthothensäure); Goldene Wurzel, Tbl., eine Tbl. enthält 370 mg; vigodana (1 Kapsel enthält 200 mg Rosenwurz, 120 mg Magnesium, 100 mgh Vitamin E, 5 mg B6, 100µg B12, 300 µg Folsäure, 25 µg Vitamin D)

Tropfen: Tonisierende Dosis 3 – 4 x tgl. 30 – 40 Tropfen in etwas Wasser; im Akutfall: 1/2 bis 1 TL 3 x tgl. 3 – 4 Wochen lang

 

Nebenwirkung / Kontraindikation

Selten:
trockener Mund, Schwindel, Kopfschmerzen
bei Überdosierung: Reizbarkeit und Schlaflosigkeit (Herb Clip)



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