Kalmus

Acorus calamus
Hauptwirkung

Im Verdauungstrakt: spasmolytisch - durchblutungsfördernd - sekretionssteigernd

Sinnesorgane

  • Augenumgebung, gedunsen, morgens; wegen Schleimstockung der Nieren

Neurologie / Gehirn

Anticholinerg, spasmolytisch

  • Kopfschmerzen durch Magenbeschwerden
  • Kopfschmerzen, dumpfe, durch Konzentration und Denken besser
  • Schwindel


Kardiologie

Hypotonie mit Magenbeschwerden

  • Herzstärkend, beruhigend, bei „Herzzittern“
  • friert leicht: Kalmusbad

Innere Medizin

Durch Spasmolyse, hilfreich bei:

  • Nabelkoliken neuropathischer Kinder
  • nervöser Reizmagen
  • Magen- Darm- Krämpfe
  • nervöse Beschwerden des Verdauungsstracktes
  • Appetitlosigkeit asthenischer, neuropathischer junger Mädchen
  • Anorexia nervosa
  • Völlegefühl, Dyspepsie
  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Mundgeruch durch Magenbeschwerden, vor und nach dem Essen einen Schluck Tee
  • Gärungsdyspepsie
  • Unvertäglichkeit von Milchprodukten
  • Getreideunvertäglichkeit
  • TCM:“ Pankreas-Chi-Leere“, „bestes Magenmittel“
  • lipidsenkend
  • verbessert die Insulinsensitivität

Endokrinologie

  • Aphrodisiakum

Orthopädie / Rheumatologie

  • Rheuma: Einreibung (Spreewälder Kalmustinktur / Kalmusöl) oder Bad
  • Nach Überanstrengung: Einreibung der Glieder
  • Rachitis: in Kalmusabkochung baden

Immunologie / Allergologie

  • Chronische Katarrhe der Nase und der Nebenhöhlen
  • Skrofulose, bes. die torpide Form
  • Zahnfleischentzündung: mit Tee gurgeln, festigt das Zahnfleisch
  • chronische Erschöpfung und Schwäche
  • Stockung / Stau der Bauchlymphe
  • Schwellungen / Gedunsenheit des Leibes
  • TCM: „wandelt Schleim-Feuchte um“, „beruhigt den Geist“

Kinder

Ayurveda: „Die die Sprache gibt“

  • Stottern, Sprachstörungen, bei Psychosen und intellektuell zurückgebliebenen Kindern


Geriatrie

  • Magenschwäche, „Kalter Magen“
  • Kachexie bei Karzinom, zur Kräftigung der Verdauung
  • Altersbeschwerden: belebend

Psyche

  • Anorexia nervosa
  • Melancholie
  • Gedächtnisschwäche
  • Lernschwierigkeiten, Lernen für Prüfungen

TCM:“ hebt das klare Yang empor.“ „Shen Störung durch zähen Schleim“

Ayurveda: VACA; prabhava= medhya, „Pflanze der Weisheit“, erleichtert die Meditation, „Die die Sprache gibt“, auch bei Psychosen

Unterstützend zur

  • Raucherentwöhnung

Dosierung / Anwendungsform

Tagesdosierung: 1 flacher TL Wurzeln pro Tasse Wasser zu den Mahlzeiten trinken
Tinktur: 3 x tgl. 10 – 20 Tropfen
Einreibungen oder Badezusatz: 100 g Wurzeln in 1 Liter kaltes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, dann 10 Minuten zugedeckt kochen und dem Badewasser zugeben. Als morgendliches Bad bei degenerativem Rheuma
Anwendungsweise:

  • Kaltauszug bei atrophisch-subacider Gastritis
  • Abkochung bei hyperacide Gastritis

Ayurveda: Wurzel Churna = Pulver, 500mg (200-300 mg Kinder) , 2 mal tgl. mit Honig oder warmem Wasser

Nebenwirkung / Kontraindikation

Keine bekannt
Ayurveda: bei einer Dosierung über 1g: Erbrechen, erhöht PITTA (z.B. Magenbrennen)



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