Hopfen

Humulus lupulus
Hauptwirkung

Entspannung, wirkt östrogenartig

Neurologie / Gehirn

Die Hopfenbitterstoffe regen die Melatonin-Rezeptoren an und wirken somit

  • Schlaf induzierend
  • Schlafmittel bei Erregung und Schmerz
  • bei Einschlafstörung; auch als Hopfenkissen oder Hopfenkapseln von Galactopharm: abends 2 Kapseln vor dem Schlafengehen
  • Tags schläfrig und nachts schlaflos
  • bei Unruhe

Entspannend bei

  • Kopfschmerzen / Migräne (positiver Effekt auf die Gehirnströme konnte nachgewiesen werden)


Innere Medizin

Aromatisches Bittermittel, die Hopfenbitterstoffe wirken antibakteriell, antimykotisch

 bei

Magenbeschwerden Sekretion des Magens und der Speicheldrüsen werden angeregt

  • nervöse Gastropathie
  • Verstopfung

Xanthohumol zeigt positive Effekte zur

  • Erhaltung bzw. Abdichtung der Darmepithelien (Leaky-Gut-Syndrom) nach entzündlicher Schädigung (Butterweck)
  • und als dualer Neuraminidase-Hemmer die Fähigkeit bakterielle und virale Infektionen zu hemmen (Grienke)
  • hemmt Leberverfettung und verhindert eine Vernarbung der Leber (Bergheim I 2019)
  • in Wechselwirkung mit Iso-Alphasäuren, welche aus den Bitterstoffen beim Brauen entstehen wird der Fett- und Zuckerstoffwechsel positiv beeinflußt (Bergheim I 2019)

Traditionell:

  • verdauungsfördernd, „aufschließen der zähen Säfte“
  • bei verstopfter Milz, Schwere des Geblüts, Melancholie

Urologie

Wassertreibend

  • gegen Cystitis
  • gegen Harnverhalten
  • Blasenlähmung

Frauenheilkunde

Phytoöstrogene z. B. Hopein, ein Agonist am Estrogenrezeptor, wirken

  • beruhigend im Klimakterium (bei Unruhe, Angst, Schlaflosigkeit, Nachtschweiß)
  • bei schmerzhafter Regel
  • luststeigernd bei Frauen (De)
  • Milchfluß hemmend, zum Abstillen (De)
  • Bier aus frischem Hopfen (Bio-Brauereien) wirkt Lust- und somit auch Fruchtbarkeitssteigernd (Madejsky M)
  • nicht bei Progesteronmangel oder PMS (De)

Endokrinologie

Beim Mann:

  • geg. nächtliche Samenergüsse, frühzeitige Ejakulation, schmerzhafte Steifheit des Penis
  • weibliche Brustbildung bei Männern
  • als Nervenmittel bei übermäßiger Onanieneigung (mit Baldrian)
  • zur Triebdämpfung bei Geschlechtskrankheiten

Allgemein bei:

  • sexueller Übererregbarkeit
  • sexuelle Neurose / sexuelle Neurasthenie
  • Neuralgie im Genitalbereich

Haut

  • Grind, Hautausschlag wegen „unreinem Geblüt“
  • gut gehopftes Bier ist der beste natürliche Haarfestiger, die Östrogene lassen die Haare kräftig nachwachsen (Madejsky M)

Orthopädie / Rheumatologie

Harnsaure Diathese:

  • Rheuma
  • Gicht

Immunologie / Allergologie

Die Chalkone (Flavonoide) wirken antiviral, antioxidativ und antiproliferativ

Xanthohumol wirkt als Radikalenfänger,Entzündungshemmer und kann geschädugte Zellenwie auch

  • Krebszellen in den programmierten Selbstmord treiben. (Gerhäuser C/ Dt. Krebsforschungszentrum Heidelberg 2018). Außerdem hemmt Xanthohumol die
  • Bildung neuer Blutgefäße, über die sich der Tumor versorgt (Gerhäuser C 2018) Über die Nahrung lässt sich jedoch die notwendige Menge nicht aufnehmen

Kinder

Für Säuglinge und Kleinkinder: Hopfenkissen mit 500 g abgelagerten, unbehandelten Hopfenblüten als

  • Einschlafhilfe


Psyche

Spannung lösend bei

  • Kummer und Gedankenkreisen
  • Unruhe, Rastlosigkeit
  • Erregungsangst die sich bis zur Panik steigert
  • Zuerst angetrieben (Schilddrüsenüberfunktion), später kraftlos abgfespannt, so können sie sich kaum mehr erholen (Vonarburg B 2017)
  • Logorrhoe, Stottern
  • Organneurosen / Krämpfe

Die Pflanze für den Feier- und Lebensabend: entspannen – erholen –  zurückziehen
„Für die Leichtigkeit des Seins“

Dosierung / Anwendungsform

1 EL Hopfenzapfen auf 1 Tasse Wasser, als Aufguß, 10 Minuten ziehen lassen; tgl. 2 – 3 Tassen
Als Magenmittel: die gleiche Menge, jedoch als Kaltansatz – mehrere Stunden kalt ausziehen
Für ein Vollbad nehme man 20 g Hopfenzapfen, mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen
Auch als Schlafkissen, Dragee, Tinktur, Kapseln

Nebenwirkung / Kontraindikation

Keine bekannt



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