Pfefferminze

Mentha piperita
Hauptwirkung

Stark galletreibende Pflanze, krampflösend

Neurologie / Gehirn

Lokalanästesie

  • bei Kopfschmerzen mit Gallenproblemen, betreffende Stellen mit Pfefferminzöl einreiben, alle 15 Minuten wiederholen, erfrischend
  • Spannungskopfschmerzen (Göbel H)
  • Trigeminus-Neuralgie
  • postzosterische Neuralgie

5 Tropfen echtes ätherisches Pfefferminzöl haben dieselbe Wirkung wie 1000 mg Paracetamol
Menthol reduziert die Erregbarkeit des Zentralnervensystems

Germacren wirkt hyperämisierend

Pfefferminz Tee verbessert das

  • Langzeitgedächtnis, das Arbeitsgedächtnis und die Aufmerksamkeit bei gesunden Personen. (Northumbria University, Newcastle)


Kardiologie

  • Bei Herzklopfen mit Gallenproblematik, z.B. auch Blähungen
  • Schwächeanfälle, Ohnmacht

Menthol wirkt erregend auf Herzmuskel, Vasomotoren- und Atemzentrum

Innere Medizin

Regt die Galleproduktion an, dadurch:

  • verdauungsfördernd bei Dyspepsie
  • gegen Reiseübelkeit und Blähungen
  • gärungswidrig
  • bei übersäuertem Magen
  • beginnendem Ulcus gaster
  • Fettunverträglichkeit
  • bei Gallenkolik
  • Magen-Darmkolik, Magenkrampf
  • die Schmerzrezeptoren der Magenschleimhaut werden blockiert
  • spasmolytisch am Ileum
  • Colon irritabile
  • spastische Obstipation
  • Ösophagusspasmen
  • Mundgeruch

Frauenheilkunde

  • Menstruation anregend
  • Uterusspasmen lösend

Endokrinologie

  • Potenz verstärkend

Haut

Bei Insektenstichen:

  • abschwellend und juckreizlindernd

Immunologie / Allergologie

Das ätherische Öl wirkt

  • antimykotisch: gegen Candida alb., Aspergillus fumigatus, Trichophyton tub.
  • antiviral: bei Schnupfen und Sinusitis zum Inhalieren
  • antiseptisch: Bacillus subtilis, Micrococcus pyogenes var. aureus, Escherichia coli, Proteus
  • hustenreizstillend: Menthol in z.B. Ipalat

Kinder

Pfefferminzöl wegen der Schärfe nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden, besonders nicht im Gesicht und im Bereich der Nase



Psyche

Reduziert emotionale Gereiztheit, „Galligkeit“

Dosierung / Anwendungsform

Als Tee: 6 g bzw. 2 – 3 TL Droge mit 150 ml heißem Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen, 3 x tgl.
Ätherisches Öl: 6 – 11 Tropfen; z.B. Euminz
Inhalation: 4 Tropfen auf heißes Wasser

Nebenwirkung / Kontraindikation

Nicht bei Galleverschluß und schwerem Leberschaden
Bei chron. Magenbeschwerden (chronisch hyperacide Gastritis) ist von einem Dauergebrauch über 6 Monate abzuraten
Pfefferminzöl über 100 mg in der Einzeldosis, nur in magensaftresistenten Weichgelatinekapseln einnehmen
Überdosierung kann zu Niereninsuffizienz führen



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