Ringelblume

Calendula off.
Hauptwirkung

Wundheilend und Abwehr fördernd

Sinnesorgane

Augenlotion oder Augentropfen bei:

  • Konjunktivitis


Innere Medizin

Innerliche Anwendung bei:

  • Magengeschwür
  • Durchfall
  • Colitis
  • Hämorrhoiden, hier auch äußerliche Anwendung

Urologie

Bei durch Prellung entzündeter Hoden

  • „Wund sein an heimlichen Orten“

Frauenheilkunde

Bei Brust amputierten Frauen:

  • Hände dick eincremen oder Handbad mit Ringelblumentinktur, fördert die Wundheilung; z. B. Lymphdiaral Salbe

Tee oder Tinktur einnehmen bei:

  • Regelschmerzen, besonders bei nervösen Frauen mit geringer, unregelmäßiger und schmerzhafter Blutung: 1 Woche vor der Regel mit der Einnahme beginnen
  • beruhigt Herzklopfen, welches durch ungenügende Regelblutung hervorgerufen wird
  • bei Ausfluss: den Tee trinken oder das Pulver der Blätter einnehmen
  • Wundsein und Wundheitsgefühl der Haut am Scheideneingang: reinigen mit verdünnter Calendula-Essenz(1 : 10) (Madejsky)
  • Dammekzem, Scheidenpilz, Überreizung, Mikrorissen oder Wundheitsgefühl bei Craurosis vulvae  zur Geweberegeneration (Madejsky)
  • bei Gebärmutterkrebs, schmerzlindernd
  • nach schulmedizinischen Antipilzkuren in der Scheidenregion vorbeugend zur täglichen Intimpflege

Haut

Ringelblume ist vorrangig eine Hautpflanze:

  • granulationsfördernd, stimuliert sowohl die Proliferation und die Migration der Fibroblasten, als auch die Angiogenese
  • die Kollagenreifungsphase wird unterstützt, dies hilft bei:
  • oberflächlichen Wunden, verbesserte Epithelisierung (besser als Symphytum, Propolis oder Honig)
  • großen, tiefen Risswunden
  • Dammschnitt unter der Geburt
  • eiternde, alte, schmierige Wunden und Geschwüre
  • Krampfadergeschwür
  • Frostbeulen
  • Brandwunden, Sonnenbrand
  • Strahlendermatitis, z. B. Calendula-Gel 10% von Weleda
  • Dekubitus (Durchliegen)
  • chronisches Ekzem, z.B. am Ohrläppchen, in der Leistenbeuge, im Genitalbereich
  • Achselschweiß, unangenehm riechend
  • Akne
  • Abszeß
  • Furunkel
  • Fistel

Zur Pflege:

  • rissige Hände
  • Pigment- und Altersflecken
  • Blutschwamm, langfristig mit Saft einreiben
  • aufgesprungene Brustwarzen (beim Stillen)
  • verhütet Narbenwucherungen (ähnlich der Zwiebelauflagen)

Spülung mit Ringelblumentee oder -tinktur:

  • Mund- und Rachenentzündung
  • Zahnfleischentzündung
  • Soor
  • Fußpilz

Orthopädie / Rheumatologie

Umschlag oder Einreibung bei:

  • Prellungen
  • Hämatom
  • Muskelzerrung
  • Sehnenverletzungen und -risse heilen schneller, die Kollagenstruktur ist strukturierter (Salbe)

Immunologie / Allergologie

In Studien wurde eine antioxidative, antivirale, antibakterielle und sogar antitumorale Wirkung festgestellt

  • zu Beginn eines Infektes, mit Schmerzen und Unruhe, wenn noch kein Fieber eingetreten ist
  • TCM: „klärt toxische Hitze“
  • Lympfknotenschwellung
  • geschwächtes Immunsystem durch nicht ausgeheilte Infektionen (M. Wood)
  • bei verkrusteter Nase: mit Ringelblumensalbe eincremen oder den Tee hochziehen
  • Warzen: den Saft der Ringelblume mit Salz als Umschlag

Kinder

  • Windeldermatitis


Dosierung / Anwendungsform

Zubereitung: 1 – 2 g (1/2 – 1 TL) Blüten mit 150 ml heißem Wasser aufbrühen und 5 – 10 Minuten ziehen lassen
Gel: mehrmals täglich dünn auftragen;
Salbe: Lymphdiaral Salbe
Umschläge: 1 EL mit 150 ml Wasser kurz aufkochen, abseihen, damit Wundauflagen tränken, 2 – 4 x tgl. für 30 – 60 min auflegen
Wundreinigung: 2 TL Blütenblätter ohne Kelch mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen und abkühlen lassen
Tinktur: 1 – 2 TL auf 1/4 – 1/2 Liter Wasser; z.B. Lymphdiaral Tropfen

Nebenwirkung / Kontraindikation

Vorsicht bei Allergien auf Korbblütler



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