Wenn der Zeckenbiss zur Borreliose führt

Wolfgang Heinrich, 13. Juli 2018

Bild: Kawin Harasai , Unsplash

Aufgrund der teilweise massiven Beschwerden ist von einer Selbstbehandlung abzuraten.

Naturheilkundlich bieten sich jedoch sehr gute unterstützende Möglichkeiten an. Der amerikanische Naturforscher Stephen Buhner hat seine Erfahrung mit Borreliose-Patienten 2017 veröffentlicht und kann von guten Erfolgen berichten: die Lebensqualität der Betroffenen kann in vielen Fällen nachhaltig gebessert werden.

Die drei häufigsten Erkrankungen die nach einer Infektion mit diesen Bakterien auftreten sind: Neuroborreliose, Gelenkentzündungen (Lyme-Borreliose) und Hautbeschwerden.
Die Infektion zeigt sich zuerst an der Haut, dann im Nervensystem und kann auch chronisch werden.

Das Ziel ist das Immunsystem zu stärken, die Toxine der Bakterien zu verarbeiten und die Symptome zu lindern.


“Es gibt keine universelle Behandlung, die bei allen Patienten zu jeder Zeit und an jedem Ort wirksam ist” (Buhner S)

Ebenso müssen die Dosierungen an die individuelle Situation angepasst werden, bei Unverträglichkeit oder Verschlechterung die Pflanzen absetzen!
Die Kräuter können in Kombination mit Antibiotika eingenommen werden. Interessanterweise entwickeln die Bakterien in der Regel keine Resistenz gegen Kräuter, da die Kräuter selbst jedes Jahr und je nach Standort etwas variieren.

Buhner-Protokol

Zu BEGINN beeinflusst eine rasche Linderung der Beschwerden den Heilungsverlauf günstig, dafür ist
Tryptophan gut geeignet

KOLLAGENSCHUTZ

Um den Bakterien die Nahrung zu entziehen ist Kollagenschutz nötig, z. B. mit:

Tee:  Brennessel, Ackerschachtelhalm, Hafer, Petersilie. Je 1 EL in 1 Liter heißes Wasser, 4 Stunden köcheln lassen, täglich 1 Liter davon trinken
Tinktur: Echinacea angustifolia : 1 TL, 3 – 6 x täglich
auch: Propolis, Gelee Royal: je 1 TL, einmal täglich

Unterstützend zur allgemeinen Stärkung sind nötig:

  • Gelatine oder Knochenbrühe
  • Vitamin B5, B6, B12 und Folsäure
  • Vitamin E 400 – 800 IE täglich
  • Vitamin C: 100 – 300 mg tgl.
  • Selen: 200 Mikrogramm tgl.
  • Zink: 25 – 50 mg tgl.
  • Kupfer: 2 – 3 mg tgl. (nicht bei Kupfertoxizität)

ENDOTHELSCHUTZ:

Polygonum cuspidatum
Wurzelpulver: 1 TL bis 1 EL, 3 x tgl.; oder Tinktur: 1/4 bis 1 TL 3 – 6 x tgl.
Tablette: meist als Resveratrol bezeichnet, 2 x 500 mg

ZYTOKIN-REMODELATION

Tinktur: Scutellaria baicalensis und Salvia miltiorrhiza (1 : 1): 1 TL 3 x tgl.
auch: Cordyceps und Polygonum cuspidatum sind wirksam

Je nachdem welches Organ befallen ist müssen Zusätzlich SPEZIFISCHE MASSNAHMEN ergriffen werden

STÄRKUNG DES IMMUNSYSTEMS:

  • Tragant:
    Tinktur: 4 x täglich 30 – 60 Tropfen
  • Rosenwurz:
    Tinktur: 3 x tgl. 30 – 40 Tropfen
  • Cordyceps:
    Pulver: 3 – 6 Gramm täglich
  • Eleutherococcus senticosus:
    Tinktur: 3 x tgl. 1 TL, letzte Dosis vor 16.00 Uhr
  • Grapefruitsamen-Extrakt
    wirksam gegen Borrelieninfektionen im Darmtrakt (Buhner S)
  • Zistrose
    Das ätherische Öl und der Ethanolextrakt wirken bei Borrelien antimikrobiell, nicht jedoch der Tee
  • Süßholz-Tinktur
    wirkt wirkt immunstärkend und normalisiert die Zytokinaktivität
    3 x 1/4 TL der Tinktur täglich
  • Schlafbeere/Ashwaganda
    hemmt die Zerstörung von Knorpelgewebe in Gelenken und baut es wieder auf, stärkt das Immunsystem und unterstützt einen guten Schlaf
    Morgens 1/2 TL Pulver; abends 1 TL vor dem Zubettgehen
  • Andrographis paniculata 
    Andrographis das wirksamste Kraut gegen Spirochäten (S Buhner)

 

Unterstützend zur allgemeinen Stärkung sind nötig:

  • Vitamin C: 1.000 bis 3.000 Milligramm täglich
  • Selen: tgl. 200 mg tgl. zur Regeneration von Kollagenstrukturen Mikrogramm
  • Tryptophan: lindert Gehirnentzündungen und Schlafstörungen, sowie psychische Symptome wie Verhaltensauffälligkeiten, Angst- oder Panikattacken

Nach einer Besserung der Beschwerden ist weiter eine Schonung unbedingt erforderlich, bis zu einem Jahr



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