Heilpflanzen bei Coronaviren

Wolfgang Heinrich, 24. März 2020

Photo by CDC on Unsplash

Da Coronaviren schon länger bekannt sind und Erfahrungen auch mit pflanzlichen Mitteln bei Coronaviren-Erkrankungen vorliegen, sollen hier einige dieser Erkenntnisse aufgezeigt werden.

Es ist wichtig zu betonen, dass es sich um die Erfahrungen mit verschiedenen Stämmen der Corona- Viren handelt, nicht explizit mit der momentan aufgetauchten Form, dem SARS-CoV-2.

Im Sinne der Salutogenese ist es vorteilhaft wenn jeder seine Abwehrkräfte unterstützt. Hier rücken auch Pflanzenprodukte aus der traditionellen Medizin zur Abwehr von respiratorischen Viren mehr und mehr in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen.

Es wurden Pflanzen gefunden, welche gegen Corona-Viren hilfreich sein können. Diese pflanzliche Medizin ist nicht als Ersatz einer schulmedizinischen Therapie zu verstehen, sondern als Unterstützung der allgemeinen Prophylaxe und als Ergänzung aller sonstigen Möglichkeiten.

Bei jeder Epidemie gibt es Individuen die trotz Ansteckungsgefahr gesund bleiben. Je leistungsfähiger unser Immunsystem ist, desto erträglicher verläuft eine Krankheit. Das gesunde Immunsystem ist der erste und beste Schutz vor Erkrankung.

Immunsystem stärken
Zur Stärkung unseres Immunsystems und der allgemeinen Gesundheit mit den bekannten Möglichkeiten gehören die bekannten Möglichkeiten wie genügend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung, Stressreduktion etc..
Für die allgemeine Prophylaxe braucht es eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 und Vitamin C hochdosiert, u. U. als Infusion, Zink und Selen. Auch Schwitzen durch Sauna, Sport oder Überwärmungsbäder helfen dem Organismus in seinem Abwehrkampf.


CYSTUS 052-Behandlung

Die Hauptwirkung ist im physikalischen Sinne als unspezifisch-antiadhäsiv zu bezeichnen. Dies steht auch mit der breiten antiviralen Wirkung gegen die verschiedensten Viren im Einklang und birgt einen weiteren Vorteil: Dem relativ unspezifischen Angriff können sich die Erreger durch Mutation nicht leicht entziehen, sodass beispielsweise keine resistenten Influenza-Erreger nach Cystus 052-Behandlung gefunden werden konnten.

Antiadhäsiv wirkende Pflanzenprodukte können eine vielversprechende Option für die antivirale Behandlung von respiratorischen Viren darstellen. Wegen des geringen Nebenwirkungsrisikos wäre hier nicht nur an die Therapie, sondern auch an eine Prophylaxe zu denken.
Hierfür eignen sich besonders Cystus Lutschtabletten, durch den Polyphenolgehalt werden die Schleimhäute abgedichtet, die Viren werden eingehüllt und durch den Darm ausgeschieden.

Umckaloabo

Zeigt Aktivität gegen z. B. Influenza A (H1N1 und H3N2), humanes Coronavirus und Parainfluenzavirus (Michaelis M et al 2010)


HOLUNDER

Holunder bindet und hemmt die Vermehrung von Influenza- und anderen gekapselten respiratorischen (Corona-) Viren, vor allem wenn man es unmittelbar bei Ausbruch der Infektion benutzt. Holunder-Saft wirkt immunstimulierend, schweißtreibend, schmerzlindernd, antioxidativ und fiebersenkend.

Holunder-SAFT: alle 2 – 4 Stunden 2 – 4 Teelöffel, je nach Verträglichkeit und Gewicht.

Nebenwirkungen: Der Saft muss abgekocht sein; sonst kann es zu Durchfall, Übelkeit und Brechreiz kommen

ECHINACEA angustifolia

Die Tinktur wirkt antiviral und wird bei Influenza eingesetzt. Die Schleimhautmembran wird gefestigt und widerstandsfähiger gegen eindringende Viren. Ist der Virus tiefer in den Körper eingedrungen, kommt keine Wirkung zustande. Diese Tinktur muss bei den allerersten Anzeichen einer Infektion (bzw. eignet sich zur Prophylaxe) eingenommen werden um wirksam zu sein.
Im Akutfall 30 Tropfen, mindestens stundenweise.

Mit Echinacea das Immunsystem stärken

INGWER-SAFT

Ingwer als Saft wirkt immunstimulierend und antientzündlich, verlangsamt die Ausbreitung von Viren und schützt die Schleimhautmembranen. Ingwer ist am besten geeignet, wenn frischer Wurzelsaft benutzt wird.

Man nimmt ca. 100 ml Saft mit 1 EL Honig, 1/8 TL Cajenne, 1⁄4 Limette-Saft auf 180 ml Wasser, 2 – 6 Tassen tgl. trinken.

SÜSSHOLZ

Süßholz wirkt antiviral gegen Corona Viren, gegen einige Bakterienarten, verbessert die Immunabwehr und ist ein potenter Synergist. Das Coronavirus senkt Interferon in der Zelle, Süßholz stimuliert die Typ 1-Interferonproduktion! Süßholz verlangsamt oder beendet das Eindringen des Virus in die Zellmembran. Der Grad der Wirkung ist dosisabhängig.

Im Akutfall: 1 Tasse Tee alle 2 Stunden oder 1⁄2 Teelöffel (2 ml) Tropfen 3 – 6 mal täglich, zusammen mit anderen Kräutern maximal bis zu 6 Wochen.

Es sollte nur selten als Monotherapie oder für längere Zeit in hoher Dosierung verabreicht werden.
Kontraindikationen sind: Bluthochdruck, Kaliummangel, Schwangerschaft, niedriger Testosteronspiegel. In kurzfristiger Anwendung (10 Tage und weniger), in geringer Dosierung und in Kombination mit anderen Kräutern sehr sicher. Bei übermäßiger Anwendung kann es zu Pseudoaldosteronismus kommen.

SÄCKELBLUME (Ceanothus)

Säckelblumen sind entzündungshemmend und sind besonders dort hilfreich wenn Teile des Lymphsystems geschwollen sind, d. h. wenn der Lymphabfluss beeinträchtigt ist. Lymphzentren in der Lunge sind bei diesen Infektionen schwer betroffen.
Tinktur: 30 – 90 Tropfen bis zu 4 mal täglich.
Tee: 1 TL Wurzelpulver auf 250 ml Wasser, 15 Minuten köcheln, bis zu 6 Tassen tgl. trinken.
Nicht zusammen mit Gerinnungshemmern oder in der Schwangerschaft einnehmen.

Quellen: Buhner H S 2012, Wormer E J 2015, PharmaWiki


Für tiefergehende Informationen dient der folgende, zweite Teil zu diesem Thema:

Die Erforschung der phytotherapeutischen Therapie, ermöglicht ein sehr gezieltes Eingreifen bei viralen Infekten. Die Viren werden nicht abgetötet, sondern in ihrer Ausbreitung eingeschränkt und so der Organismus in eine bessere Immunkompetenz versetzt.

Corona-Viren docken, anders als Influenzaviren, an dem Enzym ACE-2 der Zellmembran von Lungen-, Lymph- und Milzepithelzellen an.

Folgende Pflanzen blockieren die Rezeptorbindung in unterschiedlichem Grad:

Sind diese Rezeptoren mit den Viren blockiert, verschlechtert sich die Lungenfunktion, zudem nimmt die ACE-2-Funktionsdynamik mit zunehmendem Alter ab und die negativen Effekte der Infekte sind bei älteren Menschen deshalb stärker ausgeprägt.

Folgende Pflanzen aktivieren die ACE-2-Expression und schützen die ACE-Aktivität:

ACE-Hemmer (im Gegensatz zu ACE-2) erhöhen die ACE-2-Präsenz und beugen Lungenschäden vor, z. B.:

Während der Infektion lösen die Entzündungsstoffe (Zytokine) eine massive Ansammlung von Immunzellen im Lungengewebe aus. Je älter der infizierte Mensch ist, desto schlimmer sind die Folgen. Das Absenken von Zytokin IL-1ß zeigte sich als wirksam um die Sterblichkeit zu senken, beispielsweise mit:

  • Cordyceps (Yon Sun et al 2014)
  • Wasserdost (Prof. A Hensel DAZ 2016)
  • Kudzu (Seok Hyun Eom et al 2018)

Schützt man die Zellen vor der Hypoxie (Unterversorgung mit Sauerstoff), verringern sich Lungenschäden signifikant, z. B. durch

  • Rosenwurz
    Dieses Kraut verbessert die Effizienz der Sauerstoffausnutzung.

Der Virus geht besonders auf die Flimmerhärchen der Lungen, vermehrt sich dort, zerstört diese und deren schleimaustreibende Funktion. Flimmerhärchen schützende Kräuter sind:

  • Cordyceps
  • Olivenöl und -blätter
  • Berberin-Pflanzen
  • Zweizahn (Bidens pilosa)

Die Abschwächung der Überreaktion des Immunsystems kann mit nachstehenden Pflanzen unternommen werden.

Die Erhöhung der Anzahl der T-Zellen durch

lindert die Symptomatik und verringert den Schweregrad der Erkrankung.





Kommentare



  1. Bernd sagt:

    Vielen Dank – sehr informativ und angenehm sachlich!

  2. Christine Zeitler sagt:

    Ein guter und sachlicher Bericht, ohne Panik, stattdessen mit der Möglichkeit, sinnvoll in das Geschehen einzugreifen. Die Fremdwörter entweder durch deutsche Ausdrücke ersetzen oder in Klammern ergänzen

    Christine Zeitler

  3. Reiner sagt:

    Gut gegliedert, sachlich; so kann jede/r für sich aktiv werden, ob das Immunsytem prophylaktisch stärkend, oder auch bei beginnenden Erkrankungsanzeichen gezielt gesundend in das Geschehen eingreifen

  4. Gustav reichler sagt:

    Von Holunder ist dringend abzuraten: Holunder erhöht die Entzündungsreaktion im Körper. Bei Grippe vorteilhaft, verschlimmert das die Beschwerden bei Corona massiv. Besser sind beruhigende Substanzen wie etwa Thymian. Überhaupt wird Thymian trotz seiner weit verbreiteten Anwendung bei Atemwegsbeschwerden überhaupt nicht erwähnt.
    Hoch dosiertes Vitamin C ist völlig sinnfrei: Vitamin C kann der Körper nich spreichern, da wasserlöslich, und wird bei Überdosierung einfach wieder ausgeschieden. Besser Vitamin C Tabletten mit Retard-Effekt, damit Vitamin C Versorgung über mehrere Stunden gewährleistet ist.

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